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Der folgende Text von Dr. Joachim von Hein gibt einen Einblick darin, wie Sie in Ihrer Kirchengemeinde oder kirchlichen Einrichtung mit Hilfe von Sponsoring Gelder für Ihre Arbeit oder Projekte akquirieren können, z.B. um an Ihrer tollen Orgel auch in Zukunft Kirchenmusik auf hohem Niveau anbieten zu können:
Im Gegensatz zum Spendenwesen oder Mäzenatentum steht beim Sponsoring der werbliche, wirtschaftliche und kommunikative Nutzen für den Sponsor im Vordergrund. Sponsoring beruht auf klar definierter Leistung und Gegenleistung. Es wird daher steuerlich auch wie Werbung als „Betriebsausgabe“ behandelt und nicht als gemeinnützige Spende.
Beispiel:
Konzert der Kirchenmusik von St. Blasien zum 25. Jubiläum des Musikhauses Meyer
Die Sponsoren, Wirtschaftsunternehmen oder Stadtverwaltungen, stellen zur Verfügung:
- Geld, (zurzeit sehr kanpp!)
- Sachmittel oder
- „Manpower“ (in letzter Zeit vermehrt).
Damit wird der Kirchenmusik geholfen, Konzerte durchzuführen. Zugleich soll damit der Namen der Einkaufsmeile (oder einer Stadt) in Form von Imagepflege beworben werden.
„Am Ende eines interessanten aber auch anstrengenden Einkaufstages entspannen Sie bei den Nachmittags- Orgelkonzerten um 17.00 Uhr im Dom und stellen sich seelisch auf Weihnachten ein.“
Zunächst sind regionale, örtliche Sponsoren anzusprechen, z. B. Musikgeschäfte, Buchhändler, Gastronomiebetriebe, Bäcker, Getränkehändler, Sparkassen und Versicherungen aber auch Busunternehmen, Senioreneinrichtungen, Büro- und Geschäftsausstatter, Druckereien (für die Plakate!), Textilgeschäfte, Autohändler oder sonstige zufällig benachbarte Geschäfte (in der Nähe der Kirche!).
„...und danach zum Schlummertrunk in die gemütliche Domschänke…“
In einem zweiten Schritt könnten auch überregionale Sponsoren angesprochen werden, z. B. Musikinstrumentenhersteller, Notenverlage, CD- und Bücherverlage, Orgelbauer, Hersteller von Kirchenbänken, Hörgerätehersteller, Hersteller von Hifi-Geräten, Banken, Versicherungen und Immobiliengesellschaften sowie Hersteller von Softdrinks, Nahrungsmitteln oder Anbieter von Städtereisen (Touristik).
„...auch in 621 YAMAHA-Musikschule lernen Sie Orgelspielen!“
Beispielsammlung: Was Kirchenmusiker für die Sponsoren tun können?
Nennung der Sponsoren in der Begrüßung - eventuell mit einem kurzen Grußwort.
Abdruck des Namens auf den Programmzettels, Eintrittskarten, Werbeplakaten und in der Zeitung. Informationen im Programmheft, Titelsponsoring. Liste der Sponsoren im Internet.
(Beispiel: Die Sponsoren werden verlinkt, das kostet eine Extra-Gebühr
)
Besonderes interessant wird es für den Sponsor, wenn er durch die Kirchenmusik ein Stückchen "Unsterblichkeit" bekommt, indem eine Improvisation nach ihm benannt wird:
Beispielsweise als Zwischenstück die "Wilhelm Schulze Improvisation" oder
das "Prelude in C-Dur zu Ehren von Klaus Meyer".
Verteilung von Freikarten und Sonderkarten für Betriebsangehörige sowie Lieferanten und Kunden (als Geschenk!). Erwähnung des Sponsors bei Abkündigungen im Gottesdienst.
GEMA-freie Musik CDs für Senioreneinrichtungen, Krankenhäuser, Christliche Buchläden und Schulen (Nur ein unkomplizierter Freistellungsantrag bei der GEMA in München ist dazu nötig!) (Beispiel: Selbstaufgenommene Konzerte werden von einem örtlichen Radiohändler vervielfältigt und auch vertrieben)
Orgelpfeifen für Sponsoren, eventuell im Glaskasten (oder als Fabriksignal-Sirene!).
Eine weitere Gegenleistung der Kirchenmusiker könnte darin bestehen, dass sie
- bei innerbetrieblichen Festveranstaltungen als Orchester auftreten
- im Betrieb des Sponsors Musikunterricht anbieten
- einen Betriebs-Chor oder eine Firmen-Band aufbauen helfen
- eine Ausstellung von alten Musikinstrumenten unterstützen.
Eine interessante Werbemöglichkeit wäre es auch, den Namen eines Unternehmens mit Hilfe von Stabreimen mit der Kirchenmusik in Verbindung zu bringen, beispielsweise:
"Küchen Müller fördert Kirchenmusik"
„Hörgeräte-Akustiker Kind macht Kirchenmusik wieder hörbar!“
"Wir wissen nicht woran Johann Sebastian Bach dachte als er seinem Stück einen Namen gab.
Wir denken bei der H-Moll Messe immer an Hartmann!"
Dieser Beitrag wurde geschrieben von Dr. Joachim von Hein. Er arbeitet freiberuflich als Sponsoring- und Managementberater.
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