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Sparen - Kirche in den roten Zahlen
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Kirche in den roten Zahlen
Rheinische Post vom 23. März 2004 – Gianni Costa

Mit einer Todesanzeige („Gekämpft, gehofft und doch verloren“) der Mitarbeiter der Regionalstelle Mönchengladbach beginnt dieser Artikel über die aktuelle finanzielle Situation der katholischen Kirche und deren Bistümer. Die Todesanzeige ist ein Protest der Mitarbeiter gegen die Sparmaßnahmen des Arbeitsgebers (Bistum Aachen) im Internet. Auch über Köln, Essen und Münster wird berichtet, die Bistümer die als Nachbarn im Leserkreis der Rheinischen Post vertraut sind.
Ein anderer Artikel am selben Tag beginnt gar mit dem Hinweis, dass Präses Schneider (Ev. Landeskirche im Rheinland) Protestbewegungen gegen sich selbst initiieren müsse, da doch nun auch er beginnen muss, Mitarbeiter zu entlassen – früher schimpfte die Kirche gegen die soziale Ungerechtigkeit der Mitarbeiterentlassung in Deutschland, heute ist sie selbst dabei. So wie die finanzielle Situation zahlenmäßig dargestellt wird, hat sie wohl auch keine andere Chance.

Dieser Beitrag listet auf was ist und zitiert die Verantwortlichen aus den Kirchenverwaltungen – die Situation ist dramatisch und kurzfristig nicht zu ändern – es muss etwas geschehen. Das einzige, was sich Kirche vielleicht vorwerfen lassen muss, ist, dass sie zu spät und nun erst mit dem Rücken an der Wand, anfängt, ihre Zukunft zu gestalten.

rezensiert von Markus Classen


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