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Mitgliederstudie in der EKD - Artikel aus der FAZ
Forum KuM

(Un-)Stabiler Wandel im Stillstand.
Ob und wie sich die evangelische Kirche wandelt. Die EKD legt ihre vierte Mitgliedererhebung vor.


Mitte Oktober veröffentlichte die EKD ihre vierte Mitgliedschaftsstudie. Ziel dieser Studien ist es, ein Verständnis der Einstellungen und Verhaltensweisen sowohl der Kirchenmitglieder als auch der Nicht(Mehr-) Kirchenmitglieder zu gewinnen sowie eine Diskussion über den Weg der Kirche in der Gesellschaft anzustoßen. Vor dem Hintergrund unverändert merklicher Kirchenaustritte verdienen die Ergebnisse besondere Aufmerksamkeit.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet darüber in ihrer Ausgabe vom 14.10.2003. Die vollständige Studie kann unter www.ekd.de heruntergeladen werden.

Die Ergebnisse in Stichworten:


Die Studie stellt auch auf die Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Evangelischen sowie zwischen Evangelischen und Konfessionslosen ab. Besonders bemerkenswert ist die im Osten stärker ausgeprägte klassische Variante der protestantischen Ethik (Aufgabenerfüllung, Bedeutung der Arbeit, Selbstverantwortung), während im Westen die persönliche Freiheit den höchsten Wert hat.

Besonders interessant ist die erstmals durchführte Analyse unterschiedlicher Lebensstile und der für eine Kirchenmitgliedschaft ausschlaggebenden Faktoren. Insgesamt sechs Lebensstile werden mit fünf Kirchenmitgliedschaftstypen in Beziehung gesetzt.

Die neue Studie liefert ein deutliches Bild von der Stellung der (evangelischen) Kirche in der deutschen Gesellschaft und zeigt die Entwicklung in den letzten 30 Jahren auf. Sie ist eine Fundgrube für die Aktiven in den Gemeinden. Prädikat lesenswert.

Rezensiert für KuM von Jürgen Fischer, 22. Oktober 2003


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