| Forum Kirche und Management | Zurück : | : Startseite |
„Mit der Bibel in der Hand – Wie ein Werbemissionar für die Wiedergeburt einer Marke sorgen will und sich dabei an der Offenbarung orientiert“
von Tom Brankamp und Michael Tobias – Süddeutsche Zeitung vom 21. November 2002, Nr. 269, Seite 35 (NRW-Report)
„Weil du aber lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien. (Offenbarung 3,16)“.
Ein Artikel über die strategische Neuausrichtung des Markennamens eines sogenannten global players beginnt mit diesem Bibel-Zitat. Es ist das Lieblingszitat des „Vice President Corporate Communications“ eines deutschen Traditionsunternehmens: „Henkel darf alles sein, bloß nicht lau!“ – so sieht er den Bezug zwischen der Bibel und seinem Unternehmen. Konsequent weitergedacht wird dann der von ihm kreierte Werbeslogan zum Glaubensbekenntnis, den er zusammen mit den Zehn Geboten des Unternehmens im Scheckkartenformat für jeden Mitarbeiter drucken läßt. Das Umsetzungskonzept für die neue Markenstrategie heißt Design-Bibel.
Der Artikel beschreibt eine Menge Parallelen zwischen dem christlichen Glauben und dem „Verkauf“ bzw. der Präsentation einer Marke. Die große Gleichschaltung, die manch einer auch der (katholischen) Kirche vorwerfen mag, heißt übrigens bei den Fachleuten aus dem Marketing „Integrierte Kommunikation“!
Sehr lesenswert.
Für KuM rezensiert von Markus Classen.