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Leben lernen - mit weniger Geld und Gläubigen
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Leben lernen – mit weniger Geld und Gläubigen
Süddeutsche Zeitung vom 17. September 2004 – Seite 11
Von Matthias Dobrinski

Wissen Sie, was „burning persons“ sind? Oder „Leutpriester“? Die Antwort hierauf finden Sie in einem halbseitigen Beitrag der Süddeutschen Zeitung vom 17. September 2004, in dem es um das Sparen und die Zukunft der Kirchen in Deutschland geht.
Der erste Begriff stammt vom McKinsey-Direktor Mitschke-Collande aus München und meint charismatische Persönlichkeiten, die den Durchschnitts-Kirchgänger vor Ort in der Gemeinde begeistern, sozusagen „entzünden“ können, für den Glauben und die Aktivität in der Ortsgemeinde. Der Begriff des „Leutpriesters“ stammt von Paul Michael Zulehner, der damit engagierte und fähig Leute meint, die mehr und mehr Aufgaben in den Gemeinden übernehmen sollten, die nicht mehr durch Priester und Hauptamtliche abgedeckt werden können.
Über diesen Punkt hinaus sind sich McKinsey und Herr Zulehner neuerdings auch in der Frage des Sparens einig: „Umbauen statt totsparen“ heißt (schon länger) die Devise von Zulehner. Neuerdings spricht auch Herr Mitschke-Collande davon, dass Sparen schadet.

Der Beitrag beschreibt die Situation in einigen Bistümern und Landeskirchen, wer bis wann wie viele Gemeinden zusammenlegen will und wie viel Personal abbauen muss. Darüber hinaus erfährt der Leser etwas über die „hohen Herren“ der Bischofskonferenz, die den McKinsey-Vorschlägen skeptisch gegenüber stehen und die ablehnende Haltung von Kardinal Ratzinger zu den Leutepriestern: „So etwas gibt es nicht“ wird er in der SZ zitiert.

Für KuM rezensiert von Markus Classen


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