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Koche mit Wasser und iß nicht zuviel
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Frederik Just
Koche mit Wasser und iß nicht zuviel
Management nach Benedikt von Nursia/Erstes Heidelberger Klostergespräch in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3.6.2004, Nr. 127 / Seite 22

Benedikt von Nursia ist und bleibt in aller Munde. Seien es Berichte über das überaus erfolgreich geführte Kloster Andechs oberhalb des Ammersees oder Veröffentlichungen zu Prozessen des Wandels in einer Benediktinerinnenabtei (siehe hierzu auch die unten aufgeführte Buchbesprechung des Rezensenten).

In der vorliegenden Ausgabe der FAZ wird im Rahmen des Projektes „Schüler schreiben“ vom ersten Heidelberger Klostergespräch in der Klosterabtei Stift Neuburg berichtet. Als Redner konnte Pater Anselm Grün verpflichtet werden, „Geistlicher und Wirtschaftsmanager“ sowie „meistgelesener spiritueller Autor“. Sein Thema: „Personal- und Unternehmensführung nach Benedikt von Nursia“. Als Cellerar der Abtei Münsterschwarzach, also leitendem Wirtschafter, kann der Redner auf 26 Jahre erfolgreiche Arbeit zurückblicken.

Auch seine Abtei gleicht einem mittelständischen Wirtschaftsunternehmen. 100 Mönche sowie 300 weitere Angestellte erarbeiteten 2003 einen Umsatz von 12 Millionen Euro – eine solide Grundlage für die wirtschaftliche Eigenständigkeit.

Was läge da näher, als die Anforderungen, die der Heilige Benedikt an seine Mitbrüder stellte, zu übertragen auf die Anforderungen, die an heutige Führungskräfte zu stellen sind. So schlägt er u. a. die Brücke zu Zeitmanagement, Bilanzfälschung, Mitarbeitergespräch oder Führungsstil. Der Redner hätte diesen Brückenschlägen jegliche Befremdlichkeit genommen, so der Autor des Artikels.

Wer mehr zu diesem Thema lesen möchte, dem sei Pater Anselms Buch „Menschen führen, Leben wecken“ empfohlen – 142 mit flotter Feder geschriebene Seiten, von vielen Führungskräften als tiefgründige kleine Bibel bezeichnet: Führen als spirituelle Aufgabe mit dem Ziel, die Seele des Menschen zu beflügeln und ihm Lust an seiner Arbeit zu vermitteln. Vor allem in der Kreativität und der Phantasie, mit der man mit Menschen umgehe und die Arbeit organisiere zeige sich die Kunst jeglicher Führung.

Rezensiert für KuM von Jürgen Fischer
audit-consulting Managementberatung Solingen


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