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Kirche von morgen
Forum KuM

Reinhild Ahlers, Beatrix Laukemper-Isermahn, Rosel Oehmen Vieregge (Hg.)
Die Kirche von morgen. Kirchlicher Strukturwandel aus kanonistischer Perspektive
Ludgerus Verlag Essen 2003, 309 Seiten, 39 Euro.

Ein professionelles Arbeiten entwickeln
Festschrift über den kirchlichen Strulkturwandel erschienen

Kirchliche Arbeit auf allen Ebenen muss vor allem eines werden: professioneller. Dies verdeutlichen 18 Kirchenrechtler in ihrer Buchveröffentlichung »Die Kirche von morgen«, in der der kirchliche Strukturwandel aus kirchenrechtlicher Perspektive beleuchtet wird.

Diese Festschrift, erschienen zum 60. Geburtstag des münsterschen Kirchenrechtlers Professor Klaus Lüdicke, enthält Untersuchungen, in denen u.a. die Neustrukturierungen auf der Ebene der Pfarrei und des Dekanats aus rechtshistorischer Sicht gedeutet, auf der Grundlage konkreter diözesaner Beschlumfassungen untersucht, in den Kontext des Kirche Staat Verhältnisses gestellt und auf ihre vermögensrechtlichen und kirchensteuerrechtlichen Aspekte hin befragt werden. Untersucht werden Funktionen und Arbeitsweisen kirchlicher Gremien, die Bedeutung der Orden und der neuen geistlichen Gemeinschaften und die Organisationsformen anderer Konfessionen.

Das Buch, das sich zunächst an wissenschaftlich Interessierte und an hauptamtliche Seelsorger richtet, aber auch für Kirchenvorstandsmitglieder und Gremien Vertreter interessant sein dürfte, enthält bemerkenswerte und nachdenkenswerte Aussagen zur Zukunft der Kirche.
So stellt beispielsweise der stellvertretende Generalvikar des Bistums Münster, Christoph Hegge, fest: »Pastorale Erneuerung, mag sie auch noch so zukunftsweisend und nach den neuesten Erkenntnissen des Managements orientiert gerieren, wird zum Scheitern verurteilt sein, wenn sie nicht aus einem geistlichen Prozess des Hörens auf den Geist Gottes und der Erneuerung des Lebens jedes einzelnen Christen und seiner gemeinschaftsstiftenden Motivation erwächst.«

Über die Beratungsgremien des Bischofs schreibt der Kirchenrechtler Heinrich J. F. Reinhardt: »Wenn Effizienz, Professionalität und Zielorientiertheit Qualitätsmerkmale kirchlicher Gremienarbeit sein sollen, dann stellt sich die Frage nach der Organisation von Sitzungsplanungen, Delegation und Ausschussarbeit und zum anderen die Frage nach Leitgedanken, denen sich kirchliche Beratungsgremien verpflichtet wissen.

rezensiert und freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Johannes Bernard.
Diese Rezension ist erschienen in Kirche und Leben, der Wochenzeitung des Bistums Münster, 07. September 2003.


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